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Parasuizid


Seit dem "Unfall" hat sich einiges geändert und einiges ist klar geworden. Man kann sich nicht von einem auf den anderen Tag ändern. Ich bin immer noch Ich und ich habe definitiv meine Macken. Ich unterdrücke zurzeit vieles. Manchmal staune ich auch etwas über mich. Ich lache tatsächlich. Und das, ohne viele Opfer zu bringen. Ich habe lediglich meinen Arm etwas massakriert. Kein großes Ding.

Ich habe mich die letzten Tage zusammengerissen und doch habe ich seltsame Gedanken. Manchmal denke ich übers Ritzen & Aufschneiden nach und wieso diese dumme Sache immernoch so einen Einfluss auf mich hat. Es ist eine schreckliche Anziehungskraft, die davon ausgeht und doch schiebe ich diese Gedanken beiseite. Wenn man gesund werden will, dann darf man nicht krank handeln. Über kranke Gedanken hat keiner was gesagt. Ich hoffe, dass ich die auch noch irgendwann loswerde...

Manchmal denke ich, dass ich WILL, dass es mir schlecht geht. Es geht mir nicht um das Mitleid anderer Menschen. Nicht primär. Das Mitleid, dass ich für meine Aktionen bekomme, ist eher ein bedauerndes, herabblickendes Mitleid - also nicht unbedingt hilfreich. Mir geht es darum, mich zu spüren. Das richtige Maß zu finden zwischen Lust und Schmerz. Klingt masochistisch und ich denke, wenn einige meienr Leserinnen mal in sich gehen, werden sie merken, wovon ich spreche.
Zu Hungern und Schmerzen zu haben ist nichts im Vergleich zu dem Stolz und der erleichterung, die man bekommt, wenn man auf die Waage steigt und eine niedrigere Zahl sieht.
Grenzen zu überschreiten tut weh, aber es macht auch irgendwie glücklich.
Wer will denn schon normal sein? Ohne Schmerz gibt es kein Glücksgefühl. Ganz egal, wie man es sich beschafft. Ich glaube, das ist auch das Geheimnis hinter dem Arschloch-Syndom (warum Frauen bei ihren Arschlochmännern bleiben, die sie wie Dreck beandeln).
Ich bin ein mensch der Extreme. Dass ich sehr viel weine und "leide" und mich selbstbemitleide ist jedoch auch ein Weg, um das maximale Glück zum empfinden, z.B. wenn mein Freund bei mir ist.
Deswegen konsumiere ich ab und an Drogen. Man bekommt ein Haufen Endorphine im Austausch zur Übelkeit oder Enzugserscheinungen...

Dass das vor einigen Wochen eine Depression war, habe ich daran erkannt, dass ich nur gegeben und nichts bekommen habe. Die Depression ist wie eine schwarze Decke, die sich um dich legt und nichts reinlässt. Kein Glück, keine erleichterung, keine befriedigung. So macht noch nicht mal das Selbstbemitleiden Spaß.

28.3.11 13:43
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Wolfsauge/farbenleere / Website (28.3.11 17:23)
ich glaube ich verstehe so einiges,wovon du redest. natürlich nicht alles,aber einiges. erkenne mich darin wieder und ich bin aber schon auf dem weg bei mir selber zu akzeptieren,dass ich oft "will" dass es mir schlecht geht. wenns dann eintritt,find ich es blöd und will wieder glückllicher sein,aber das ist ein anderes kapitel.

normal gibt es im übrigen nicht. jeder hat seine leichen in seinem body bag,die er jeden tag mit sich herumschleppt.
aber sie sind auf seinem rücken,man sieht nur DASS da was ist,nicht was.
doch es ist ein menschliches phänomen,dass man unabhängig von dem eigenen anormal-zustand mit dem finger auf andere zeigt,sobald eine macke sichtbar wird.

du bist,wie du bist und das ist völlig ok so
wir dürfen unsere tiefs und unsere hochs haben und wenn wir halt mal alles rausheulen müssen und uns selbst bemitleiden müssen,dann ist das ok,solange es in seinen maßen bleibt und wir nicht darin ertrinken.

gerade so ein balance-akt ist unsagbar schwierig und wir sind talentiert,dass wir dennoch leben und leben in uns spüren.

lg


bambi / Website (29.3.11 23:58)
Hi süße

Ich weis genau wie du dich fühlst, stimmt mich gerade voll nachdenklich weil das was du sagts sinn ergibt und das ist auch irgendwie traurig, oder?
Arschloch Syndrom kenne ich auch nur zu gut....vor einer stunde hab ich mich das gefragt...warum tu ich mir das an?????Warum tuen wir alle uns das an?

Es ist echt schwierig. Das Leben ist schwierig...den einen fällt das glück auf den schoß und der rest muss halt selber schauen wo er bleibt und bekommt von den glücklichen steine in den weg gelegt-.-

Stay Strong

LG bambi <3


Freya / Website (31.3.11 16:45)
Hey Nothin'!

Danke für deinen Kommi. Ja, Jens kann mir gut tun, das stimmt. Aber er treibt mich auch oft in den Wahnsinn xD.
Nun zu deinem Eintrag: Ich verstehe voll was du meinst. Nur eine Frage: Bist du auch Borderlinerin? Ich finde nämlich, dass das sehr danach klingt. Ich kenne das Gefühl jedenfalls auch total.
Pass bitte auf dich auf.
Alles Liebe,
~Freya

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